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Zahnkrankheiten

Ob gute oder schlechte Zähne – vor Erkrankungen in der Mundhöhle ist niemand sicher. Allein die gesetzlichen Krankenversicherungen geben rund 14,97 Milliarden Euro jährlich für zahnärztliche Behandlungen aus. Hinzu kommen die privaten Krankenversicherungen sowie Privatleistungen. 2021 gab es in Deutschland rund 17,93 Millionen Personen ab 14 Jahre, die eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben. Diese werden ab ca. 22,40 € monatlich angeboten, was die Ausgabe für Zahnkrankheiten um ein Vielfaches erhöht. Doch vor welchen Zahnkrankheiten genau müssen Sie sich und Ihr Portemonnaie eigentlich schützen und was ist so teuer an den zahnärztlichen Behandlungen? Wir klären Sie im Folgenden darüber auf.

Zahnfleischentzündung (Gingivitis) – eine der häufigsten Zahnkrankheiten

Ihre Zahnpasta verfärbt sich beim Zähneputzen oft rosa? Dies ist ein Warnzeichen einer Zahnfleischentzündung, welches Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten! Denn häufiges Zahnfleischbluten rührt meist von Bakterien unter dem Zahnstein oder am Zahnfleischrand her, die sich dort ansiedeln. Nahrungsreste und abgestorbene Zellen sind ständige Nahrungsquellen für die Bakterien, wodurch deren Stoffwechselprodukte im Zahnfleisch Abwehr- und Entzündungsreaktionen auslösen. Dabei können Stoffe entstehen, die Ihr Gewebe schädigen und somit die Zahnfleischentzündung weiter antreibt.

So behandeln Sie Ihre Zahnfleischentzündung

Das Wichtigste bei einer Zahnfleischentzündung ist eine sorgfältige Mundhygiene. Putzen Sie daher zwei Mal täglich Ihre Zähne, um die bakteriellen Zahnbeläge zu entfernen. So können sich die Bakterien nicht ausbreiten und die Entzündung sollte innerhalb weniger Tage weg sein. Achten Sie dabei außerdem darauf, Ihre Zahnbürste nach jedem Putzen unter fließendem Wasser zu reinigen und sie alle zwei Monate auszuwechseln. Sollte Ihre Zahnfleischentzündung auch nach einigen Tagen trotz umfangreicher Mundhygiene noch immer nicht besser geworden sein, suchen Sie Ihren Zahnarzt auf. Dieser kann Ihnen spezielle Mundlösungen empfehlen, welche die Bakterien abtötet.

Denn bleibt eine Zahnfleischentzündung unbehandelt, werden Sie früher oder später an einer Zahnbettentzündung (Parodontitis) leiden.

 

Parodontitis / Parodontose – die häufigste Zahnerkrankung bei Erwachsenen

Bei der Zahnbettentzündung werden zusätzlich die feinen Haltefasern Ihrer Zähne geschädigt – diese sind dafür zuständig, das Zahnfleisch mit dem Zahn und Kieferknochen zu verbinden. Sind diese entzündet, verlieren Ihre Zähne ihren festen Halt, wodurch sie locker werden und im schlimmsten Fall ausfallen. Auch wenn Ihr Zahn an sich gesund ist, sorgt Parodontitis dafür, dass Sie diesen verlieren.

Ursachen und Risikofaktoren für Parodontose:

  • Mangelhafte Mundhygiene
  • Ansteckung – teilen Sie nicht die Zahnbürste oder das Besteck mit Ihrem Partner oder Kind
  • Zahnstein
  • Rauchen
  • Veranlagung
  • Hormonelle Schwankungen (in der Schwangerschaft oder Pubertät)
  • Vorerkrankungen (z.B. Diabetes, HIV)

Parodontose-Behandlung

Ziel einer Parodontose-Behandlung ist es, den Bakterienbefall einzugrenzen und somit die Entzündung des Zahnfleisches sowie des Zahnhalteapparates zu stoppen.

Je nach Fortschritt der Zahnbettentzündung, entscheidet der Zahnarzt, welche Behandlung angewendet wird. Um dies zu bestimmen, wird im Vorfeld ein Röntgenbild gemacht, anhand dessen ein möglicher Knochenabbau festzustellen ist. Zu Beginn wird eine Basisbehandlung durchgeführt und falls diese nicht ausreicht, kann durch eine chirurgische Behandlung die Parodontitis bekämpft werden.

Bei der Basisbehandlung der Parodontose – die sogenannte „geschlossene Kürettage“ – werden die Zähne gereinigt und von sämtlichen Belägen befreit. Dafür erhält der Patient eine örtliche Betäubung, damit der Zahnarzt mithilfe maschineller Instrumente wie Ultraschall oder Laser die Beläge an Zahnhälsen und am Zahnfleisch entfernen kann. In manchen Fällen kann die Gabe von Antibiotika nötig sein, wodurch meist die Infektion gestoppt und Ihre Beschwerden reduziert werden.

Ist dies jedoch nicht der Fall, wird die Behandlung bei einem operativen Eingriff offen weiterbehandelt. Dabei werden zunächst besonders tiefe Zahnfleischtaschen leicht geöffnet, damit die Bakterien und das betroffene Gewebe direkt behandelt werden können. Sollte jedoch bereits der Zahnhalteapparat betroffen sein, ist gegebenenfalls eine Gewebetransplantation notwendig. Dafür wird Gewebe entweder von der Schleimhaut am Gaumen oder von gesundem Zahnfleisch entnommen und auf die infizierte Stelle transplantiert. Ist der Knochen ebenfalls schon beschädigt, kann dieser durch Knochengewebe des Patienten oder Knochenersatzmaterial ersetzt werden.

Seit 01. Juli 2021 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die volle Parodontitis-Behandlung sowie sämtliche Nachbehandlungen. Um sich jedoch trotzdem vor möglichen Eigenleistungen zu schützen, ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung immer eine gute Idee.

Karies – Loch im Zahn

Mit über 90 % betroffenen Menschen ist Karies die häufigste Zahnkrankheit – besonders bei Kindern. Bei Karies handelt es sich um Bakterien, die Zucker lieben und diesen in Säure umwandeln. Dabei werden dem Zahnschmelz wichtige Mineralien entzogen, wodurch die Substanz des Zahns nach und nach zerstört wird. Daraus entsteht das Loch im Zahn. Da der Zahnschmelz von Milchzähnen weniger robust ist, leiden Kinder besonders häufig unter Karies. Die bakteriell bedingte Zerstörung des Zahns ist im Anfangsstadium meist nicht mit Schmerzen verbunden, kann jedoch bei einer Nichtbehandlung sehr schmerzhaft werden und im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen.

Karies-Behandlung

Im Frühstadium muss bei Karies nicht unbedingt gebohrt werden, oftmals genügt eine professionelle Plaque-Entfernung. Um Karies jedoch frühzeitig zu erkennen, sollten Sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen und Ihre Zähne kontrollieren lassen. Denn nur dann kann Karies ohne Bohren behandelt werden. Ziel im Frühstadium ist die Remineralisierung des Zahnschmelzes. Dies kann neben der Entfernung des bakteriellen Zahnbelags durch Fluoridierungsmaßnahmen wie Gel oder Tablette oder durch die Anwendung einer antibakteriellen Mundspülung erzielt werden. Der beste Schutz vor Karies ist die Ernährungsumstellung: Verzichten Sie so gut es geht auf Zucker, dann haben die Karies-Bakterien keine Nahrung und können keine Löcher in Ihre Zähne fressen.

Ist jedoch tatsächlich schon ein Loch im Zahn, kann die Karies nur durch Bohren entfernt werden. Dabei entfernt der Zahnarzt alle befallenen Bereiche des Zahns, reinigt das Loch anschließend und versieht dieses mit einer Füllung. Je nachdem für welche Art von Füllung Sie sich entscheiden, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Für die volle Kostenübernahme aller Füllungen, empfehlen wir Ihnen allerdings eine Zahnzusatzversicherung.

Zahnmarkentzündung (Pulpitis)

Lassen Sie Ihre Karies nicht rechtzeitig behandeln, können sich die Bakterien bis in das innere Zahnmark (Pulpa) vorarbeiten. Dabei entzündet sich der Nerv Ihres Zahns, was zu den schmerzhaftesten Zahnkrankheiten zählt. Ein sofortiger Besuch beim Zahnarzt ist daher unvermeidbar. Im Frühstadium wird bei einer Zahnmarkentzündung eine einfache Karies-Behandlung durchgeführt.

Warten Sie allerdings zu lange, kann sich die Entzündung bis in die Zahnwurzel ausbreiten und somit eine Zahnwurzelentzündung verursachen. Dabei breiten sich die Bakterien in den feinen Zahnwurzelkanälen aus und erzeugen sehr starke Schmerzen. Bei der Zahnwurzelbehandlung reinigt der Zahnarzt die Zahnwurzelkanäle und füllt die Hohlräume anschließend mit speziellen Füllmaterialien. Im Anschluss wird der Zahn gefüllt oder mit einer Krone versehen. Die Kosten hierfür trägt der Patient selbst.

Schützen Sie Ihre Zähne rechtzeitig vor Zahnkrankheiten, indem Sie auf eine umfangreiche Mundhygiene und gesunde Ernährung achten. Sollte es bereits zu spät sein, können Sie jederzeit auch ohne Wartezeit eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Das praktische an den meisten Versicherungsanbietern einer Zahnzusatzversicherung ist, dass sie Sofortschutz noch für denselben Tag anbieten. Bei der ERGO können sie bereits ab 22,40 Euro eine Zahnzusatzversicherung mit Sofortschutz abschließen.